DIE REFERENTEN UND IHRE VORTRÄGE
Facetten individuellen Entscheidens: Was raten Ratgeber?
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Dr. Jürgen Sammet Trainer, Moderator und Berater |
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Stefan Spies Trainer, Moderator und Coach |
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Das Thema „Entscheiden“ boomt – sowohl auf dem Trainingsmarkt wie auch in der korrespondierenden Ratgeberliteratur.
In den Büchern ist oft von „Kopf und Bauch“ oder „Herz und Verstand“ die Rede, das Spektrum reicht von „Gebrauchsanweisungen“ bis hin zu Anleitungen zum Finden des „Lebensglücks“. Gerne werden solche Programme flankiert von Versprechen wie dem, „endlich schnell, sicher und richtig“ entscheiden zu können. Auch in der Trainingslandschaft kursieren Entscheidungsmodelle (etwa die ABC-Analyse oder das Pareto-Prinzip), denen oft eine große Wirksamkeit unterstellt wird.
Allen diesen Modellen ist gemeinsam, dass sie im Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Fundierung und unmittelbarer Praxisrelevanz angesiedelt sind.
In dem Vortrag wird es darum gehen, die Voraussetzungen solcher Modelle zu hinterfragen und ihre Chancen und Risiken zu beleuchten.
Entscheiden: Handeln unter Unsicherheit! Was kann die Psychologie zum Thema beitragen?
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Prof. Dr. Theo Wehner, ETH Zürich, |
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Wer vom Entscheiden spricht, der spricht immer auch von vielen anderen psychischen Konstrukten: Von Vertrauen,Verantwortung, Problemlösestrategien, Emotionen, Affekten; und – all diese Entscheidungsaspekteumfassend – von Wissen. Was aber weiß die Psychologie über die Nutzung des Wissens in Entscheidungsprozessen?
Sie weiß, dass es sich um kognitive Wissensnutzung unter Unsicherheitsbedingungen handelt. Dabei ist unbedingtzwischen Daten, Informationen und Wissen zu unterscheiden. Lediglich das Wissen ist an Personengebunden; es besitzt für die Handelnden eine subjektive Bedeutung, „macht“ für sie in der konkreten Entscheidungssituation„Sinn“ – auch wenn sich später herausstellen sollte, dass es zu einer Fehlentscheidung geführthat.
Die Psychologie weiß auch, dass der Zugang zum Wissen durch fehlendes Vertrauen versperrt sein kann: Sei es, dass man den verfügbaren Daten und Informationen misstraut, sei es, dass man kein Vertrauen in die Menschen hat, die an der Entscheidung mitbeteiligt sind. Dieses fehlende Vertrauen kann zu Fehlentscheidungen führen.
Dabei ist zu bedenken, dass die Angst vor Fehlentscheidungen Entscheidungsprozesse stark mitbestimmt. Das geschieht in zwei Richtungen: Entweder werden noch mehr Daten und Informationen gesammelt, oder man versucht, noch mehr Vertrauen aufzubauen (in der Absicht, Komplexität zu reduzieren). Beide Strategien verlangsamen Entscheidungen – und tragen letztlich dazu bei, jenes gesicherte Wissen zu gewinnen, das „gute Entscheidungen“ ermöglicht, ohne die Möglichkeit von Fehlentscheidungen aus dem Auge zu verlieren.
Das Impulsreferat nimmt vor allem diesen letzten Aspekt unter die Lupe, indem psychologische Methoden zur Entscheidungsunterstützung kritisch betrachtet und bewertet werden.
Organisationen als Umwelt von Entscheidungen?
Organisationstheoretische Überlegungen zur Intelligenz von Unternehmen
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Dr. Joachim Stempfle, Dipl.-Psych., Geschäftsführer der atrain GmbH mit Sitz in Bamberg, Hong Kong undMassilon/USA. Global tätiger Berater mit Schwerpunkt in der strategischen PersonalundFührungskräfteentwicklung. Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu den ThemenProblemlösen, Entscheiden, Führung, Teamarbeit und Personalauswahl. |
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In der Praxis von Organisationen werden Entscheidungen meist in Gruppen getroffen. Die implizite Annahmelautet: Gruppen treffen bessere Entscheidungen als Einzelpersonen. Damit einher geht eine vielfach euphorischeSicht von Gruppenarbeit.
Die Forschung zeichnet hingegen ein eher ernüchterndes Bild von der Effektivität von Entscheidungsgruppen.In der Kleingruppenforschung ebenso wie in der Problemlöse- und Entscheidungsforschung können Synergieeffektein Gruppen nur selten nachgewiesen werden. Stattdessen sind Prozessverluste ein häufig dokumentiertesPhänomen. Doch welche Faktoren sind für den Erfolg oder Misserfolg einer Entscheidungsgruppe verantwortlich?
Die Forschung zeigt: Die Erfolgsaussichten einer Entscheidungsgruppe lassen sich zu einem großen Teil ausihrem Kommunikationsverhalten erklären. Wer relevante Fallstricke und Erfolgsfaktoren kennt, kann dysfunktionalesVerhalten reduzieren und erfolgskritische Handlungsmuster aktiv fördern.
Der Vortrag gibt ausgehend von der aktuellen Forschung einen Überblick über Fallstricke und Erfolgsfaktorenin Entscheidungsgruppen. Daraus abgeleitet werden Konsequenzen für die erfolgreiche Moderation von Entscheidungsgruppen.Diese sind für Führungskräfte ebenso relevant wie für Trainer, Moderatoren und Prozessbegleiter.
Was Entscheidungsgruppen erfolgreich macht: Fallstricke und Erfolgsfaktoren in Entscheidungsgruppen und wie man sie durch zielgerichtete Moderation positiv beeinflusst
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Torsten Groth, Dipl. Soz.wiss., Geschäftsführer des Management Zentrum Witten, Dozent am Wittener Institut für Familienunternehmen der Uni Witten/Herdecke. Systemischer Organisationsberater mit dem Schwerpunkt Führung und Organisation, Lehr-, Trainertätigkeit in der systemischen Beraterausbildung und der Führungskräfteentwicklung. Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur syst. Beratung und zum syst. Management, sowie zu den Besonderheiten von Familienunternehmen, Mitherausgeber der REVUE für postheroisches Management. |
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In der heutigen Gegenwart, also in der Zeit nach der Lehman-Pleite und der darauf folgenden Wirtschaftskrise, ist ein Aspekt wieder in der Vordergrund gerückt, der fast in Vergessenheit geraten war: Das Entscheiden in und von Organisationen.
Fast schien es, dass man Unsicherheit wegrechnen konnte. Es brauchte nur die richtigen Kennzahlen, Modelle und Marktdaten, und schon war man in der Lage, richtige Entscheidungen zu treffen. Jetzt, da allen Beteiligten klar ist, dass dies ein großer Irrtum war, herrscht Unsicherheit darüber, wie man mit der Unsicherheit umgehen muss.
Der Vortrag rückt den Aspekt der Unsicherheitsabsorption in den Vordergrund und zeigt auf, wie in und von Organisationen intelligenter entschieden werden kann – und wie die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass mehr Intelligenz in Unternehmen Einzug hält.
Konkret werden folgende Fragen beantwortet:
- Wie schaffen es Unternehmen, eine Umwelt zu kreieren, von der sie profitieren oder unter der sie leiden?
- Wie gelingt es Unternehmen, die Unsicherheit zu bearbeiten, die mit jedem Entscheiden entsteht?
- Wer entscheidet, wer entscheidet? (Zur Differenz von Individuen, Teams und Unternehmen)
- Worin unterscheiden sich Entscheidungsprozesse in Konzernen und in Familienunternehmen?
- Sind Familienunternehmen intelligenter als Konzerne?
- „Mindfulness“ als Haltung, um die Entscheidungsqualität zu erhöhen
MODERATION UND PROZESSVISUALISIERUNG
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Dr. Stefan Groß Trainer, Moderator und Coach |
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Dr. Frank Taschner Trainer, Moderator und Coach |
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